Dienstag, 14. August 2012
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Wohlbehalten sind wir gestern abend wieder in Essen angekommen. Es war eine gute, ereignisreiche Fahrt von Vinaròs nach Essen. Laut Navigationssystem sind es genau 1638 km.

Losgefahren sind wir gegen 11:00 Uhr am Samstag. Nette Campingnachbarn - es waren zwischenzeitlich 7 - haben geholfen, den Wohnwagen an den Bus zu koppeln, obwohl soviel bestimmt nicht nötig gewesen wären.

Bis zur Grenze lief alles, es war nur schon mehr Verkehr, als in den letzten Jahren. Mach der Grenze nahm der Verkehr deutlich zu, vor der Mautstelle bei Montpellier gab es Stop and Go. Nachdem wir diese Hürde endlich geschafft hatten, ließ die Leistung des Autos auf einmal merklich nach, nur mit Mühe kamen wir auf 80 kmh.

Mir fiel ein, dass Larissa und Angelika vor einigen Monaten mal ein ähnliches Problem mit dem Auto hatten. Mit Hilfe des ADAC wurden sie zu einer Werkstatt gebracht, dort stellte man fest, dass sich der Schlauch zum Turbo gelöst hatte. Nachdem er wieder befestigt war, lief der Wagen, wie er sollte.

Also fuhren wir an der nächsten Raststätte von der Autobahn runter.



Ein Blick in den Motorraum bestätigte die Vermutung.

Direkt unterhalb des Plastikbehälters ist die entsprechende Verbindung und es war ein Glück, dass die "Schelle" nicht verloren gegangen war. So konnte ich die Verbindung wieder herstellen und mit der Schelle sichern.

Witzig war, das genau in dem Augenblick, als ich den Motorraum öffnete, ein Abschleppwagen des französischen Automobilclubs kam - allerdings für das Wohnmobil, dass hinter dem Wohnwagen zu sehen ist.

Unterwegs experimentierte Angelika mit der Fotomöglichkeit des Handys ...







... aus dem fahrenden Auto ...





... oder bei den Stops an den Raststätten.

Als Ziel für den ersten Tag hatten wir uns gesetzt, etwas weiter als Lyon zu kommen. In den vergangenen Jahren waren wir in der Regel so gegen 20:00 Uhr in Lyon, doch diesmal - wegen der Staus und der Autoreparatur - war es schon 22:00 Uhr - und dunkel.


hier auf einer Rhonebrücke

Auf die 2. Raststätte hinter Lyon fanden wir einen ruhigen Platz - allerdings nicht so weit von den Tanksäulen - und schliefen dort entspannt bis gegen 8:00 Uhr.



Nach einem kleinen Frühstück ...



... ging es weiter ...



... der Verkehr war hier immer noch relativ hoch ...



Wir kamen dennoch gut weiter, mussten aber vor Luxemburg noch etwas tanken, denn dort ist das Benzin - oder für uns, der Diesel - ca. 30 ct billiger.

Also habe ich etwas gerechnet und etwa 40 Liter getankt.



Etwa 60 km vor der Grenze nach Luxemburg meldete sich die Tankanzeige ...



... und signalisierte, dass noch etwa 10 Liter im Reservetank sind.

Also hieß es jetzt, spritsparend zu fahren, u.a. durch Metz und Nancy ...



... wo direkt an der Autobahn diese schöne alte Kirche steht.

Wir kamen so gerade zur ersten Tankstelle in Luxemburg, wo wir - weil mit Bankkarte zu zahlen war - 61 Liter tankten, dann stellte sich der Tankvorgang ab. Da der Tank jedoch noch nicht voll war, hielten wir an der letzten Tankstelle vor der Grenze nach Deutschland, und tanken noch einmal ca. 29 Liter. Zusammen kamen also etwa 90 Liter in den Tank, was im nachhinein bedeutet, dass wir mit dem letzten Tropfen die erste Tankstelle erreicht haben müssen, denn normalerweise fasst der Tank insgesamt nur 80 Liter.

An dieser letzten Tankstelle in Luxemburg mit herrlicher Aussicht ...



... machten wir noch eine kleine Rast ...



... bevor es dann auf den letzten Abschnitt der Heimfahrt ging - auch mit Stau und zähfließendem Verkehr.





Gegen 18:00 Uhr kamen wir in Essen an, Larissa, Kai und Lennart waren schon da, das Auspacken des Wehnwagens klappte unheimlich schnell.

Larissa hatte das Essen vorbereitet - Spaghetti mit einer sensationellen Bolognese.

Ein schöner Abschluss eines schönen Urlaubs.

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Samstag, 11. August 2012
Finale
Heute sollte ja einer der heißesten Tage in Spanien werden, weil aus Afrika eine gewaltige Hitzewelle unterwegs war. Hier in Vinaròs hat sich das alles im Rahmen gehalten, ich (FD) hatte den Eindruck, dass wir schon heißere Tage erlebt haben. In Nordspanien, im Baskenland, soll es erheblich heißer gewesen sein.

Uns war es recht, denn heute hieß es, alles abzubauen und zu verstauen. Gleich nach dem Frühstück haben wir angefangen, erst den "Kleinkram", alles das, was sich zerlegen und platzsparend verstauen lässt, wie unser Faltschrank, das kleine Regal, die kleinen Tische, der Grill usw.

Der Nachbar von der rechten Seite hat mitgeholfen, die Dachbox auf das Auto zu heben.

Wie gut, dass ich beim Entpacken der Dachbox Fotos gemacht habe davon, wie die Stühle, Liegen und Hocker hineingelegt werden müssen ...

So wird die Dachbox gepackt.
So wird die Dachbox gepackt.

... denn damit habe ich die alles ratzfatz wieder genau so "einpassen" können und die Box konnte ohne Probleme wieder geschlossen werden.

In der Mittagszeit sind wir "nach vorne" gegangen, um zu bezahlen. Doch leider war Natalie nicht zu sehen und bei der unfreundlichen Gina, die an der Bar war, wollten wir nicht abrechnen.

Zurück am Wohnwagen haben wir dann zunächst den Vorzeltteppich herausgenommen, am Autowaschplatz mit dem Wasserschlauch gesäubert und an der Mauer trocknen lassen.
Dann war das Vorzelt dran, es klappte gut, alles zu säubern, zusammenzulegen und zu verstauen. Den Pavillon haben zunächst noch stehen lassen ...

Abbau

... um noch etwas Schatten zu haben.

Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, am Nachmittag noch mal zum Meer zu gehen. Doch es zog sich alles so hin und so beschlossen wir, d.h. ich, dass wir wieder "nach vorne" gehen. Nach einer kurzen Dusche bin ich dann (zum ersten und einzigen Mal in diesem Urlaub) in den Pool gegangen.

(Hier sollte jetzt ein Foto von diesem Ereignis sein, aber ich war wohl zu schnell wieder draußen.)

Natalie war inzwischen da, so dass wir bezahlen und die Reservierungen für die nächsten Jahre gemeinsam überprüfen konnten.

Wieder zurück am Wohnwagen haben wir den Pavillon abgebaut und die letzten Sachen, bis auf den Tisch und die "kleinen" Stühle verstaut.

Abbau

Über den ganzen Tag wurden wir von anderen Campern, die an unserer Parzelle vorbei kamen, hinreichend bedauert und wir verabschiedeten uns wiederholt bis zum nächsten Jahr.

Gegen Abend haben wir dann ein letztes Mal die Runde zur Bank gemacht (um Bargeld abzuheben), zu Simply und Carrefour (um die letzten Einkäufe - auch für die Heimfahrt - zu erledigen).

Jetzt sitzen wir mit Notbeleuchtung am Wohnwagen, ich schreibe ein letztes Mal den Blog (ich bin nicht sicher, ob es mir morgen Abend - in Frankreich - noch einmal gelingt. Am Sonntag werden wir - wenn alles gut läuft - am frühen Nachmittag dann wieder in Essen sein.

Obwohl ein schöner, erholsamer, kräftetankender Urlaub zu Ende ist - wir freuen uns auf Euch alle!

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Freitag, 10. August 2012
Der letzte gemütliche Tag am Campingplatz ...
Heute morgen konnte sich das Wetter offenbar noch nicht so recht entscheiden, wie es werden wollte. Am Horizont über den Bergen lag ein dunkles Wolkenband, dass zum Meer zog und so schien es, als ob sich ein gewaltiges Gewitter nähert.

Also blieben wir am Platz, frühstückten und warteten, was da kommt. Es zog sich zwar zu, aber nicht so gewaltig, wie zu befürchten war, und es fielen nur eine handvoll Regentropfen.

Wir werkelten etwas rum, lasen, erledigten elektronische Post, spielten Phase 10 - diesmal hatte ich keine Chance! -

Vor einigen Tagen habe ich entdeckt, dass der Campingplatz - wie könnte es auch in Zeiten wie diesen sein - in Facebook zu finden ist.

facebookseite camping vinaros (htm, 189 KB)

So haben wir heute entdeckt, dass wieder eine Fiesta angesagt war, und zwar die "Fiesta de la Tomatina".

Die "Fiesta de la Tomatina" hat ihren eigentlichen Ort in Buñol, einem kleinen Ort in der Provinz Valentia. Einmal im Jahr werfen sich die Teilnehmer gegenseitig mit Massen von Tomaten zu, das ist eine ziemliche Sauerei. Bei dieser Fiesta in Buñol werden zwar ausnahmslos Tomaten verwendet, die so gut wie keinen Geschmack haben und extra für diese Fiesta angebaut werden.

Trotzdem: In Zeiten der Bankenkrise hier in Spanien, die vor allem zu Lasten der "einfachen Menschen" und der Jugendlichen geht, hat es vorgestern auf Initiative des Bürgermeisters eines kleinen andalusischen Dorfes (er hat da auch kräftig mitgemacht) in einer Kleinstadt in Andalusien und in Cadiz "Überfälle" auf zwei Supermärkte der gehobeneren Kette Mercadona gegeben. Sie haben dort einkaufswagenweise Lebensmittel herausgeholt und später an arme Menschen verteilt.

Aktion Lebensmittel für die Armen

Ich hoffe, dass es hier auf dem Campingplatz ähnlich "geschmacklose" und ggf. aussortierte Tomaten waren. Jedenfalls wurde auf einer Fläche im neuen Teil die Tomatenschlacht ausgetragen. Gegen 17:00 Uhr trafen sich Jugendliche und Erwachsene, griffen sich die bereitstehenden Tomatenkisten - und los ging es.

Camping Vinaròs – Fiesta de la Tomatina

Unter anderen waren auch Fabrice (der Sohn vom Centurio und seiner Frau Colette) und einige der Kinder von Donald kräftig bei der Sache ...

Camping Vinaròs – Fiesta de la Tomatina
in Deckung ...

Camping Vinaròs – Fiesta de la Tomatina
Vorbereitung ...

Camping Vinaròs – Fiesta de la Tomatina
Attacke ...

... und natürlich auch Natalie, die Chefin vom Camping Vinaròs.

Camping Vinaròs – Fiesta de la Tomatina

Nachdem alle Tomaten geworfen waren, sammelten sich die Akteure am Wagenwaschplatz und spritzten sich gegenseitig halbwegs sauber.

Camping Vinaròs – Fiesta de la Tomatina

Aus sicherer Entfernung schauten zahlreiche Camper dieser Tomatenschlacht zu ...

Camping Vinaròs – Fiesta de la Tomatina

... hier u.a. der Centurio und Colette.
(Centurio, weil so ein römischer Centurio bei Asterix und Obelix aussieht, nicht besonders groß, etwas gedrungen, graue Haare, aufmerksamer Blick)

Als sich nach einiger Zeit alles halbwegs beruhigt hatte, habe ich die Bilder von der Camera auf den Laptop geladen und dann Fabrice geholt, um sie ihm zu zeigen (da waren noch mehr von ihm dabei).

Mittels eines USB-Sticks lud er sich die Bilder auf seinen Laptop. Es dauerte nicht lange, da gab es an der Parzelle von Fabrice und seinen Eltern einen kleinen Auflauf, als er die Familie von Donald, deren Parzelle gegenüber ist, holte, um sie allen zu zeigen.

Ebenfalls in Facebook hatte ich gelesen, dass es heute abend auf der Terrasse "Hamburger" und gegrillte "Frankfurter Würstchen" geben sollte.
Das war für uns ein Grund hinzugehen.
Bis vor etwa vier Jahren gehörte zu Terrasse ein kleines Restaurant, in dem man mittags und abends preiswert und lecker essen konnte. Wohl aufgrund europäischer Hygienevorschriften wurde es geschlossen, obwohl wir nie auch nur den kleinsten Grund zur Klage hatten.

In einer Nische der Terrasse gab es einen Folklorekurs für Kinder ...

Camping Vinaròs – Folklorekurs

... geleitet von der Spanierin hier vom Platz, die in den vergangen Jahren gemeinsam mit anderen Erwachsenen Folkloretänze eingeübt und gelegentlich auch auf der Bühne vorgeführt hat. In diesem Jahr haben wir allerdings davon nichts mitbekommen.

Wir hatten auf der Terrasse einen strategisch günstigen Platz, sodass wir auch noch das eine oder andere "heimliche" Foto gemacht haben ...

Camping Vinaròs – der Indianer

... vom "Indianer", so genannt wegen seiner Gesichtsform, seinen langen, zu einem Pferdeschwanz gebundenen schwarzen Haaren ...

Camping Vinaròs – die immer noch unfreundliche Gina

... von der immer noch recht unfreundlichen Gina, die gelegentlich an der Bar aushilft und manchmal eine Ausstrahlung hat, als würde sie die Leute hier ziemlich annerven ...

Camping Vinaròs – der Legionär
Camping Vinaròs – der Legionär

... vom "Legionär" (Gaius Faulus - Asterix und der Arvernerschild), der ein Alter Ego als römischer Soldat bei Asterix und Obelix hat, wegen seines Gesichtsausdruckes und seines immer leicht nach vorne gebeugten Ganges) ...

... vom "Statthalter" (Feistus Raclettus - Asterix bei den Schweizern), der nicht nur viele Raclettes gegessen haben mag ...

Camping Vinaròs – Feistus Raclettus

... und schließlich vom - ich nenne ihn mal - Don, einem ehemaligen Bürgermeister von Vinaròs ...

Camping Vinaròs – Don

... dem das Gelände gehört, auf dem der Campingplatz steht. Vor etlichen Jahren verursachte er auf der Nationalstraße einen Unfall, als ich zufällig mit dem Auto vorbei kam. Sowohl um den leichtverletzten Motorrollerfahrer (auch vom Campingplatz) als auch um ihn habe ich mich gekümmert, und zur "Belohnung" haben wir gelegentlich immer was von seinen Mandarinen bekommen, die er auf einer kleinen Parzelle neben dem Campingplatz angebaut hat.

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